Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die ländliche Region des Regierungsbezirks Assuan (Oberägypten), wo die EMO seit 1900 tätig ist. In dem christlich geprägten Krankenhaus „Al-Germaniyya“ und in ambulanten Gesundheitszentren erfahren Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und religiösen Hintergründen ganzheitlich Hilfe.

Das Evangelisches Krankenhaus „Al-Germaniyya“

1913 gegründete Wohltätigkeitskrankenhaus ist nach wie vor ein wichtiger Teil des privaten Gesundheitsdienstes in der Region Assuan. Die Patienten kommen aus allen Schichten der Bevölkerung, ungeachtet ihrer religiösen Orientierung oder ethnischen Abstammung. Sie suchen das Krankenhaus zum Teil aus über 300 km Entfernung auf. Jährlich werden mehr als 20.000 Patienten ambulant behandelt und etwa 2.000 stationär betreut. Die besondere Sorge gilt dabei der ärmeren Bevölkerung. Die ägyptischen und ausländischen Mitarbeiter versuchen durch die Tat der Liebe und die Verkündigung des Evangeliums, mit den Menschen ins Gespräch über Gott zu kommen.

 

Christliches Ausbildungsprogamm zum Allgemeinmediziner

Das Krankenhaus "Al-Germaniyya" unterhält ein Ausbildungsprogramm, in dem Assistenzärzte zum Facharzt für Allgemeinmedizin ausgebildet werden. Zusätzlich zur professionellen medizinischen Behandlung der Patienten werden die Ärzte angeleitet, auch die geistlichen Bedürfnisse der Patienten im Blick zu haben. Die Teilnehmer dieses Programmes bringen sich im Krankenhaus ein und sind eine wertvolle Bereicherung für das Team.

 

Das besondere Angebot:

Lesen Sie Texte zu verschiedenen Themen wie "Gesellschaft und Integration", "Kultur", "Islam und christlicher Glaube", "Sendung und Auftrag",  "Nubien" oder interessante Lebensbilder.

 

Kindertagesstätte für behinderte Kinder

Auf dem Krankenhausgelände befindet sich eine Kindertagesstätte, in der an fünf Tagen in der Woche 5-7 schwerbehinderte Kinder von einem angelernten Mitarbeiterteam für mehrere Stunden fachgerecht betreut und gefördert werden. Dieser Liebesdienst bringt den betroffenen Familien spürbare Hilfe, Ermutigung und eine Erholungspause im schweren Alltag. Die Mütter und Väter erfahren durch diese Unterstützung, dass jedes Kind in Gottes Augen wertvoll ist, trotz deren Einschränkung bzw. Schwerstbehinderung.

 

Christlicher Buchladen der Hoffnung

Vor 17 Jahren, im Dezember 1999, wurde der christliche Buchladen an der Niluferstraße unter dem verheißungsvollen Namen: "Buchladen der Hoffnung" eröffnet. Er ist Teil des Zentrums der EMO, zu dem neben Krankenhaus, Kindertagesstätte für behinderte Kinder und Gästehaus auch eine Kapelle gehört. Seitdem dient der Buchladen auf der einen Seite als Begegnungspunkt und Ermutigung für Christen aller Konfessionen, auf der anderen Seite ist er auch ein Anlaufpunkt für Menschen aus der Mehrheitsreligion, die Glaubensfragen haben oder auch einfach in bestimmten Lebensbereichen Wegweisung suchen. Der natürliche Schwerpunkt christlicher Bücher, Kassetten und Videos wurde in den letzten Jahren nicht nur um CDs und DVDs ergänzt, sondern auch durch ganz neue Bereiche, wie lernfördernde Spiele für Kinder, T-Shirts mit christlichem Aufdruck, Deko- und Geschenkartikel oder auch Schmuck.

Ab 2016 planen wir in einem zweiten Geschoss auf den Buchladen eine Bibliothek und einen Lesebereich zu bauen. Wir wünschen uns, einen Ort bieten zu können, an dem man sich intensiv mit dem Wort Gottes und mit Lebensthemen aus christlicher Perspektive auseinandersetzen kann. Da aus wirtschaftlichen Gründen immer weniger Menschen in Ägypten Bücher kaufen können, hoffen wir auf diese Art und Weise ein breiteres Angebot an Büchern Menschen zugänglich zu machen und sie durch eine angenehme Atmosphäre wieder zum Lesen zu animieren.

 

Sozialstation Sheikh Haroun

Das Stadtviertel Sheikh Haroun ist eine der sozial schwachen Gegenden Assuans. Hier unterhält die EMO ein kleines Zentrum, in dem sich jede Woche Kinder, Jugendliche und Frauen treffen. Die meisten kommen aus christlichen Familien. Durch biblische Unterweisung und die Besprechung lebensnaher Themen erfahren die Frauen Hilfe in ihrem oft schwierigen Alltag, der meist ein wirtschaftlicher Überlebenskampf ist. Jugendliche bekommen eine Perspektive für ihr Leben und erkennen, dass Alkohol und Drogen keine Lösung sind. Und die Kinder genießen das Toben in dem kleinen Gärtchen im Hof, der einzige grüne Fleck in der ganzen Gegend, und hören danach aufmerksam den biblischen Geschichten zu, die ihnen die engagierten Mitarbeiter erzählen.

 

Ermutigung von Christen

Christen in Ägypten leben in einer Minderheitensituation. Sie sind zwar rechtlich anerkannt und können ihren Glauben leben, werden aber an manchen Stellen auch diskriminiert. Deshalb ist es unserem Team ein wichtiges Anliegen, die Christen in den verschiedenen Kirchen und Gemeinden zu ermutigen und für die Bewältigung der vielen Herausforderungen ihrer Situation zu befähigen. Dies geschieht durch regelmäßige Lobpreis- und Gebetsabende, durch Schulungen für Gemeindeaktivitäten, Konferenzen für Kinder und Erwachsene und durch persönliche Seelsorge. Wir verstehen uns nicht als eigenständige Gemeinde, sondern als eine Gemeinschaft, die den Christen in allen Gemeinden in der Region dienen will.

 

Soziale Projekte und Aktionen in Dörfern

Einige Mitarbeiter unseres Teams bieten Jugendlichen praktische Kurse an, die die Chancen auf eine Arbeitsstelle merklich erhöhen. Zu diesen Angeboten gehören Sprachkurse in Deutsch und Englisch, technische Reparaturen, etc. Die jungen Leute nehmen diese Möglichkeiten gern an und es ergeben sich dabei auch persönliche Gespräche über Fragen des Glaubens.

 

Ambulante medizinische Stationen in Darau und Ballana

Klinik Ballana: In der ambulanten Klinik in dem nubischen Dorf Ballana nördlich von Assuan werden meist muslimische Patienten medizinisch behandelt. Die Mitarbeiter geben durch ihren Dienst die Liebe Gottes weiter.

 

Egypt 21

Ein Einsatz mit Egypt 21 ermöglicht einen mehrmonatigen Aufenthalt in Kairo, um dort von der Kreativität und Leidenschaft ägyptischer Christen zu lernen. Die gemachten Erfahrungen helfen dann, zurück in Deutschland, effektiv unter Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu arbeiten.